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Nokia

28 Jan

Autor: gcasper - Kategorie: Demokratie

Politiker aller Couleur rufen zum Nokiaboykott auf. Mal abgesehen von den nur allzu offensichtlich populistischen Motiven, frage ich mich, ob das dem Standort Deutschland wirklich dienlich ist. Welches Signal senden solche Aktionen an potentielle neue Investoren aus?

Nokia war der letzte Handy-Hersteller, der überhaupt noch in größerem Umfang in Deutschland produzieren ließ. Jedes Unternehmen, dass heute nicht in Deutschland produziert, wird es sich dreimal überlegen, das in Zukunft zu tun.

Welche Investoren sind uns denn lieber? Die wir zwingen können, hier zu sein? Oder die freiwillig hier sein wollen? Welche Art von Arbeitsplätzen sind uns denn lieber?

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Deutsche Kultur vs. chinesische Kultur

11 Okt

Autor: gcasper - Kategorie: Humor

in 24 Bildern

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Wissensmanagement mit Web 2.0

10 Okt

Autor: gcasper - Kategorie: web2.0

Frank Hamm schreibt über Wissensmangement bei IBM.

Das Primärziel von Wissensmanagement ist die Produktivitätserhöhung an Wissensarbeitsplätzen

Das ist eine Definition, mit der ich wesentlich mehr anfangen kann, als mit Floskeln, wie “Bündelung von Wissen” o.ä. Trotzdem löst das Wort Wissensmangement bei mir noch immer ein unbehagliches Gefühl aus.

In der Vergangenheit wurde dieses schön klingende Wort immer dann benutzt, wenn eine Führungsperson das Wissen der Mitarbeiter auf die ein oder andere Art bei Bedarf zur Verfügung haben wollte, um dann die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die Qualität der Entscheidungen steigt mit der Anzahl der Mitarbeiter, so die Theorie.

Dieser Ansatz erfasst aber nicht das Wesen des Wissens, sondern verwechselt es mit Informationen. Die Führungsperson macht sich zum Flaschenhals. Das auf die Köpfe verteilte Wissen lässt sich nunmal nicht in einem einzigen Kopf (oder in wenigen Köpfen) zentralisieren. Dieser Ansatz kann nicht mit der Anzahl der Mitarbeiter skalieren.

Wissensmanagement hatte also oft eine Alibifunktion, um Verantwortung nicht an andere abgeben zu müssen. Aber Wissen wird nur dann wirklich genutzt, wenn Entscheidungen dort getroffen werden, wo das Wissen vorhanden ist – im Kopf des Mitarbeiters. Ein besseres Wort für Wissensmanagement wäre folglich Entscheidungsmanagement.

Und hier kommt Web 2.0 ins Spiel. Web 2.0 funktioniert dann besonders gut, wenn den Usern Entscheidungen abverlangt werden. Und jede einzelne Entscheidung muss auch eine gewisse Konsequenz mit sich bringen. Die Entscheidung muss ihm etwas nutzen (oder bei einer Fehlentscheidung schaden oder beides). Bei Anwendungen, die dieses Prinzip am Besten umsetzen und es schaffen, die den Entscheidungen innewohnenden Informationen zu aggregieren, kommt die kollektive Intelligenz voll zum Tragen.

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Die Logik der Umverteilungsakrobaten

10 Okt

Autor: gcasper - Kategorie: Demokratie

Gefunden im Diskussionsforum der FDP:

Es waren einmal 10 Männer, die jeden Tag miteinander zum Essen gingen und die Rechnung für alle zusammen betrug jeden Tag genau 100,00 Euro.

Die Gäste zahlten ihre Rechnung wie wir unsere Steuern und das sah ungefähr so aus:

Vier Gäste (die Ärmsten) zahlten nichts.
Der Fünfte zahlte 1 Euro.
Der Sechste 3 Euro.
Der Siebte 7 Euro.
Der Achte 12 Euro.
Der Neunte 18 Euro.
Der Zehnte (der Reichste) zahlte 59 Euro.

Das ging eine ganze Zeitlang gut. Jeden Tag kamen sie zum Essen und alle waren zufrieden.

Bis der Wirt Unruhe in das Arrangement brachte in dem er vorschlug, den Preis für das Essen um 20 Euro zu reduzieren. “Weil Sie alle so gute Gäste sind!”

Wie nett von ihm!

Jetzt kostete das Essen für die 10 nur noch 80 Euro, aber die Gruppe wollte unbedingt beibehalten so zu bezahlen, wie wir besteuert werden. Dabei änderte sich für die ersten vier nichts, sie aßen weiterhin kostenlos.

Wie sah es aber mit den restlichen sechs aus? Wie konnten sie die 20 Euro Ersparnis so aufteilen, dass jeder etwas davon hatte?

Die sechs stellten schnell fest, daß 20 Euro geteilt durch sechs Zahler 3,33 Euro ergibt. Aber wenn sie das von den einzelnen Teilen abziehen würden, bekämen der fünfte und der sechste Gast noch Geld dafür, dass sie überhaupt zum Essen gehen.
Also schlug der Wirt den Gästen vor, dass jeder ungefähr prozentual so viel weniger zahlen sollte wie er insgesamt beisteuere. Er setzte sich also hin und begann das für seine Gäste auszurechnen.

Heraus kam in etwa folgendes:
Der Fünfte Gast, ebenso wie die ersten vier, zahlte ab sofort nichts mehr (100% Ersparnis).
Der Sechste zahlte 2 Euro statt 3 Euro (33% Ersparnis).
Der Siebte zahlte 5 statt 7 Euro (28% Ersparnis).
Der Achte zahlte 9 statt 12 Euro (25% Ersparnis).
Der Neunte zahlte 14 statt 18 Euro (22% Ersparnis).
Und der Zehnte (der Reichste) zahlte 49 statt 59 Euro (16% Ersparnis).
Jeder der sechs kam günstiger weg als vorher und die ersten vier aßen immer noch kostenlos.

Aber als sie vor der Wirtschaft noch mal nachrechneten, war das alles doch nicht so ideal wie sie dachten.

“Ich hab’ nur 1 Euro von den 20 Euro bekommen!” sagte der sechste Gast und zeigte auf den zehnten Gast, den Reichen. “Aber er kriegt 10 Euro!”
“Stimmt!” rief der Fünfte. “Ich hab’ nur 1 Euro gespart und er spart sich zehnmal so viel wie ich.”
“Wie wahr!!” rief der Siebte.
“Warum kriegt er 10 Euro zurück und ich nur 2? Alles kriegen mal wieder die Reichen!”

“Moment mal,” riefen da die ersten vier aus einem Munde. “Wir haben überhaupt nichts bekommen. Das System beutet die Ärmsten aus!!”

Und wie aus heiterem Himmel gingen die neun gemeinsam auf den Zehnten los und verprügelten ihn.

Am nächsten Abend tauchte der zehnte Gast nicht zum Essen auf.

Also setzten die übrigen 9 sich zusammen und aßen ohne ihn.
Aber als es an der Zeit war, die Rechnung zu bezahlen, stellten sie etwas Außerordentliches fest:
Alle zusammen hatten nicht genügend Geld um auch nur die Hälfte der Rechnung bezahlen zu können!
Und wenn sie nicht verhungert sind, wundern sie sich noch heute.

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