Wissensmanagement mit Web 2.0
10 Okt
Autor: gcasper - Kategorie: web2.0
Frank Hamm schreibt über Wissensmangement bei IBM.
Das Primärziel von Wissensmanagement ist die Produktivitätserhöhung an Wissensarbeitsplätzen
Das ist eine Definition, mit der ich wesentlich mehr anfangen kann, als mit Floskeln, wie “Bündelung von Wissen” o.ä. Trotzdem löst das Wort Wissensmangement bei mir noch immer ein unbehagliches Gefühl aus.
In der Vergangenheit wurde dieses schön klingende Wort immer dann benutzt, wenn eine Führungsperson das Wissen der Mitarbeiter auf die ein oder andere Art bei Bedarf zur Verfügung haben wollte, um dann die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die Qualität der Entscheidungen steigt mit der Anzahl der Mitarbeiter, so die Theorie.
Dieser Ansatz erfasst aber nicht das Wesen des Wissens, sondern verwechselt es mit Informationen. Die Führungsperson macht sich zum Flaschenhals. Das auf die Köpfe verteilte Wissen lässt sich nunmal nicht in einem einzigen Kopf (oder in wenigen Köpfen) zentralisieren. Dieser Ansatz kann nicht mit der Anzahl der Mitarbeiter skalieren.
Wissensmanagement hatte also oft eine Alibifunktion, um Verantwortung nicht an andere abgeben zu müssen. Aber Wissen wird nur dann wirklich genutzt, wenn Entscheidungen dort getroffen werden, wo das Wissen vorhanden ist – im Kopf des Mitarbeiters. Ein besseres Wort für Wissensmanagement wäre folglich Entscheidungsmanagement.
Und hier kommt Web 2.0 ins Spiel. Web 2.0 funktioniert dann besonders gut, wenn den Usern Entscheidungen abverlangt werden. Und jede einzelne Entscheidung muss auch eine gewisse Konsequenz mit sich bringen. Die Entscheidung muss ihm etwas nutzen (oder bei einer Fehlentscheidung schaden oder beides). Bei Anwendungen, die dieses Prinzip am Besten umsetzen und es schaffen, die den Entscheidungen innewohnenden Informationen zu aggregieren, kommt die kollektive Intelligenz voll zum Tragen.
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